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Wer rastet, der rostet

Was im Allgemeinen für Gesundheit und Wohlbefinden zutrifft, erstreckt sich natürlich auch auf den Business Bereich. Daher ist unser Motto: Öfter mal was Neues ... ausprobieren! Rundherum gibt es genug Möglichkeiten, die sich für Ideenenfindung eignen. Da wir selbst sehr Kino und Film-begeistert sind, greifen wir auch gern mal auf solche Produktionen zurück, um uns neue Inspirationen zu holen.

Der Film „10 Things I hate about You“ mit Heath Ledger und Julia Stiles ist – zugegeben - nicht mehr der Neueste, zeichnet sich jedoch durch eine ganz besondere Einstellung aus, die es uns beiden angetan hat: Die Kran-Aufnahme im letzten Drittel, in der Kat (Julia Stiles) vor Patrick (Heath Ledger) die Treppe herunter flüchtet – immerhin in Abendgarderobe, wenn auch nicht Brautkleid. Genial! Von da an war es unser erklärter Wunsch, einmal einen Kran bei einer Hochzeit einzusetzten. Die Aufnahme würde ja nicht anders können, als dramatisch und atemraubend zu sein!

Gesagt, getan.

Nun ist ein Kamerakran nicht unbedingt das erste Equipmentteil, dass einem bei der Zusammenstellung des Equipments einfällt. Insofern auch nicht üblich und zudem recht teuer. Also hieß es für uns erst einmal: Ausleihe. Denn jedes neue Equipmentteil sollte zumindest einmal auf Tauglichkeit geprüft werden, bevor es zum Einsatz kommt. Mal gänzlich unabhängig davon, ob ein Kauf in Betracht gezogen wird, oder der Einsatz vor Ort über Mietgeräte angestrebt ist. Es gilt, sich mit dem „Ding“ vertraut zu machen. Wir wollten Stärke und Schwächen, Einsatzmöglichkeiten und Einsatzgrenzen herausfinden. Ist der Umgang mit dem Kran alleine möglich? Wie lange dauert der Auf- und Abbau. Wie schwer ist so ein Teil? Und vor allem natürlich: Wie sehen die Aufnahmen aus? Wie und wo kann ich den Kamerakran nutzen?

ABC Kran – 100

Wir haben nicht gleich gekauft – wir haben erst einmal ausgeliehen. Und dann haben wir ausprobiert. Wir haben einen kurzen Clip dieses Nachmittages zusammengestellt, in dem die Größe, zum Teil die Handhabung und auch die resultierenden Aufnahmen zu sehen sind:

  

Und das Fazit?

Der Kran kam ein einer 1.20m x 50cm x 30cm Kofferkassette – die passt schon mal nur ins Auto, wenn die Rückbank umgelegt ist, oder Wahl des Verkehrsmittels ein Transporter ist. Dazu kommt noch ein Stativ, dass den Namen verdient und der Aufgabe gewachsen ist, auch eine 20 Kilo Kamera samt Aufbau zu tragen. Soweit sogut, darauf könnten wir uns ja einstellen. Die „Bedienungsanleitung“ des Leihgerätes war etwas ... naja sagen wir einmal unpfleglich behandelt worden, doch auch ohne detaillierte Anweisung läßt sich der Kran zusammenbauen. Hat man das ein paar mal gemacht, und weiss man mal wo die Stahlseile hingehören, dann geht der Zusammenbau auch alleine und ohne viel Zeit vonstatten – sicherlich unter 10, wenn nicht sogar um die 5 Minuten. Das heißt, wenn da das Gewicht nicht wäre! Denn auch wenn sich Aufbau und Verwendung schnell erschließen, ist so ein Kran und das zugehörige Stativ einfach ECHT SCHWER!

Das stellte sich im Grunde für unsere Zwecke als problematisch heraus. Auf Hochzeiten, so hat es uns die Erfahrung gezeigt, kann es immer mal sein, das schnell der Ort zu wechseln ist. Wir sind normal auf kleinen und leichten Stativen oder Monopods unterwegs – ein 30k Paket an Kran+Aufbau ist nicht einfach mal eben umgestellt – auch nicht mit zwei Leuten.

Aufnahmetechnisch sind aber tolle Einstellungen drin. Ob die Kamera waagerecht bleibt oder mitschwenkt, ob Höhe (bis zu 5,2 m!) ausgenutzt wird, oder der Schwenkarm wie ein Dolly über den Boden fährt – das sind tolle Aufnahmen drin!

Wir haben erstmal keinen Kran gekauft. Vielleicht probieren wir als nächstes mal einen Jib. Der würde zwar nicht in so luftige Höhen kommen, wie der Kran – wäre aber sicher kompakter und eher für unsere Zwecke geeignet. Der Einsatz eines Kranes auf einer Hochzeit käme nur dann in Frage, wenn mindesten 2 Videografen sich um den Kran kümmern könnten (Auf- und Abbau und den Einsatz) und trotzdem noch ein Dritter da ist, diese Zeit filmisch abzudecken. Ansonsten heben wir uns den Kraneinsatz gern für die Bereiche Kurzfilm und Imagefilm auf. Da sind die Drehpläne zwar auch mal zeitlich knapp bemessen, aber Ort und Ablauf vorgeplant und leichter zumzusetzen.

 

 

Gepostet um 14:42 am 6.03.2013 | Permalink | Kommentare (0)

Stativ, Glider, Monopod, Kamera, LCD Viewfinder … die Liste an Gerätschafen und ist lang und das Zubehör zahlreich. Da wir alle nur zwei Hände und in der Regel keinen “Praktikanten” haben, den wir als Träger zu Hochzeiten mitnehmen können, brauchten wir eine handliche Lösung für einen Teil unserer Ausrüstung.

Alles dabei? Alles im Sack!
Für die eher sperrigen Ausrüstungsteile haben wir uns Stativtaschen angeschafft. Qualitativ mussten Stoff und Verarbeitung auch Wind und Wetter standhalten - wir sind ja nicht nur bei Hochzeiten unterwegs, sondern auch mal im Gelände oder in Firmenanlagen. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass auch für unter 30 €  gute Qualität zu haben ist, die mit unterschiedlichster Beanspruchung klarkommt.

Die Hände frei für die Kamera
Als Knackpunkt einer passenden Stativtasche stellt sich der Tragegurt heraus. Ohne einen solchen habt Ihr sonst wieder die Hände nicht frei oder müsst Euch erstmal umsehen, wo Ihr die Tasche sicher ablegen könnt. Beim Tragegurt solltet Ihr genau auf die Verarbeitung und die Polsterung achten. Bei unseren Taschen sind die Halterungen für die Karabinerhaken fest und sicher so vernäht, dass sie sich bei Zugbelastung nicht gegen den Gurt verdrehen können. Ein gepolstertes Schulterpad erleichtert Euch das Tragen noch nach vielen Stunden und schützt vor tiefen Dellen im Trapezmuskel.

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Außerdem gilt es die Tragetasche und ihren Inhalt möglichst gut aufeinander abzustimmen. Ist die Tasche zu knapp bemessen, dauert das Ein- und Aussortieren zu lange. Ist die Tasche zu groß, rutscht der Inhalt herum und behindert Euch bei der Arbeit oder klappert womöglich.
Wir haben sowohl ein Videostativ und ein Monopod mit Videokopf, als auch die Gildeschiene in unseren Stativköchern. Die Öffnung lässt sich mit Kordelband variabel vergrößern und eine Kappe reicht einige Zentimeter über den Verschluß, dass auch eine gewisse Regenfestigkeit da ist. Alles in allem haben wir so unser sperriges Equipment für den Tag gut und sicher verpackt, aber auch schnell im Zugriff.

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Gepostet um 7:03 am 22.04.2011 | Permalink | Kommentare (0)