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Wenn ich über unsere Arbeit spreche, lege ich Wert darauf von Hochzeitsfilmen zu sprechen. Technisch gesehen ist das eigentlich Quatsch, da unsere Kameras nicht mit Film arbeiten, sondern digital aufzeichnen. Ich halte es trotzdem für angebracht, nicht nur weil DSLR Kameras den beliebten „Hollywood Film Look“ der 35mm Kameras wiedergeben, sondern auch weil wir uns für unsere Arbeitsweise sowohl bei der Aufnahme als auch im Schnitt immer wieder von den großen Meistern aus der Traumfabrik inspirieren lassen.

Der Filmschnitt wird gerade von Quereinsteigern gern unterschätzt und sich in Premiere, Final Cut oder Edius einzuarbeiten, braucht Zeit. Wenn man sich dann doch daran macht und die ersten Clips zusammengeschnitten hat, sieht das Endergebnis manchmal anders aus, als man gedacht hätte. Irgendetwas passt einfach nicht. Aller Wahrscheinlichkeit nach liegt es daran, dass man eine unbeliebte Kleinigkeit übersprungen hat: die Theorie.

Verpöhnte Theorie
Mal ehrlich, keiner paukt gern Theorie. Doch auch beim Film verbessert ein wenig theoretisches Verständnis das Endergebnis oft merklich. Gestaltungsgrundsätze, Montagetechniken, Schnittrhythmus … von der 180°-Regel bis zu Match- und Jumpcuts ... jeder dieser Punkte hätte einen eigenen Blogeintrag verdient. Viel davon wird der ambitionierte Einsteiger intuitiv anwenden, auch wenn er nicht genau weiß warum. Aber für eine gelungene Komposition des Endwerks lohnt es sich, auch mal die Grundlagenbücher durchzublättern.

90% Organisation und 10% Kreativität
Nun ist ein Event und dessen Dokumentation etwas anders als die Produktion eines Hollywood Films. Peter Jackson weiß schon bevor die Filmrolle überhaupt in der Kamera liegt, welche Einstellungen er braucht, um die zum Ziel gesetzte Schnittdramaturgie umzusetzen. Diesen Luxus haben wir bei einem Event nicht. Denn auch wenn die “Storyline” für einen Hochzeitsfilm überschaubar ist, müssen wir mit den Gegebenheiten vor Ort arbeiten. Das macht unsere Arbeit um einiges aufregender, aber auch schwerer zu planen.

Also, was tun? Vor unserer erste Hochzeit haben wir uns zusammen gesetzt und beraten. Wir wussten, wie das “Drehbuch der Hochzeit” war und wie der Tag ablaufen würde. Wir wussten ebenfalls, welchen Stil wir erreichen wollten. Jetzt war die Frage, wie wir filmen würden, damit die Aufnahmen der drei verschiedenen Kameras miteinander kompatibel und damit ein stimmiges Ergebnis im Schnitt möglich sein würde. Hätten wir am Ende des Tages nur Close-Ups der Braut von Katja und Totale vom Bräutigam von Ingo, würde es schwierig werden, eine stimmige Komposition zu erzielen.




Gepostet um 12:55 am 19.04.2011 | Permalink | Kommentare (0)

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